Die Geschichte von Rose Awira

Von Sr. Demmy erreichte uns die exemplarische Lebensgeschichte von Rose Awira, einem ehemaligen Schützling des Lira Babys Home. Rose kam unmittelbar nach dem Tod ihrer Mutter einen Tag nach ihrer Geburt ins Babys Home. Während ihres Aufenthalts wurde bei ihr eine Sichelzellenanämie diagnostiziert, die das Heim zu behandeln versuchte. Das Lira Babies Home kümmerte sich vier Jahre lang um Rose bevor sie für die Grundschule an das Kinderdorf St. Clare wechselte. Später absolvierte sie eine Ausbildung zur Schneiderin.
Das Leben war nicht leicht für sie, und sie fragte, ob sie im Lira-Babys Home mithelfen könnte. Sie näht nun Kleider, Bettwäsche, Schürzen für das Personal und alle Kleidungsstücke für die Kinder im Heim, wie auf den Fotos zu sehen ist. Aber sie kümmert sich auch um die Babys und übernimmt andere Aufgaben.
Die anderen jungen Frauen auf den Fotos sind ebenfalls früher im Babys Home aufgezogen worden und kümmern sich nun ihrerseits für zwei Monate um die Kleinen.

Hier der übersetzte Brief von Rose:

Ich bin Awira Rosemary, eine 22-jährige Uganderin, weiblich, vom Stamm der Lango aus Otuke.
Ich bin im Lira Babys Home aufgewachsen. Unmittelbar nach meiner Geburt starb meine Mutter und ich wurde einen Tag darauf ins Babys Home gebracht. Sie hinterließ sechs Kinder, vier Mädchen und zwei Jungen. Von den sechs Kindern leben noch drei. Später wurde ich ins St. Clare Childrens Home gebracht, wo ich meine Grundschulausbildung absolvierte. Während meiner Grundschulzeit starb auch mein Vater. Dann wurden wir von meinem Onkel aufgenommen. Er konnte sich jedoch nicht lange um uns kümmern, da er alleinstehend und mittlerweile zu alt war.

Nach der Grundschule kam ich in das St. Monica Mädchen-Schneiderzentrum in Gulu. Als ich die Schneiderausbildung in der Juniorstufe abgeschlossen hatte, erhielt ich ein Zertifikat, konnte aber nicht auf die nächste Stufe wechseln, da ich für die dafür notwendige finanzielle Unterstützung keine Spender mehr finden konnte.

Ich habe mich entschlossen, ins Babys Home zurückzukehren, um mich um meine kleinen Schwestern und Brüder zu kümmern. Ich helfe ihnen dabei, ihre Kleidung und Schürzen für die Mitarbeiter herzustellen. Falls ich wieder finanzielle Unterstützung finde, würde ich gerne meine Ausbildung im Schneiderhandwerk fortzusetzen.

Ich möchte Sr. Frances Demmy, Sr. Difroza, Sr. Fortunate und den anderen Mitarbeitern, die sich um mich und meine kleinen Schwestern und Brüder kümmern, meinen Dank auszusprechen.

ORF-Doku: Von Stadl-Paura nach Afrika – Wege zu einer gerechten Welt

Das ÖSTERREICH-BILD aus Oberösterreich zeigt am Pfingstmontag, 9. Juni 2025, einen Reisebericht der besonderen Art. Er führt von Stadl-Paura in den Norden Ugandas. Im "Gepäck" - bzw Container - 5 Tonnen Infrastruktur für das Krankenhaus von Matany. Dieses Krankenhaus wird seit 25 Jahren von der MIVA in Stadl Paura (www.miva.at) unterstützt. Teil der Dokumentation ist auch das aktuelle dortige Projekt vom EWK Zell/Pram, bei dem die Stromversorgung im St. Kizito Hospital erneuert und ausgebaut wird (siehe Beitrag: Verbesserte Stromversorgung).

Ausstrahlungstermine dieser sehenswerten Doku sind:
09. Juni 2025, 18:23 Uhr in ORF 2
10. Juni 2025, 05:49 Uhr in ORF 2 (Wiederholung)

Verbesserte Stromversorgung für St. Kizito Hospital in Matany, Uganda

Unser Mitglied Sebastian war im März 2025 dienstlich im St. Kizito Hospital Matany im Nordosten Ugandas. Das Stromnetz dort fällt oft aus, teilweise über Stunden. Dann muss ein Generator die lebenswichtige Stromerzeugung im Krankenhaus übernehmen.

In einem vom EWK Zell/Pram gemeinsam mit der Dreikönigsaktion sowie dem Land OÖ finanzierten Projekt installiert deshalb der BBM (www.bbm-miva.at) mit den lokalen Technikern des Krankenhauses aktuell eine zentrale Unterbrechungsfreie Stromversorgungsanlage (USV) mit einer 150 kWh Lithiumbatterie und 50 kWp PV-Anlage. Dies garantiert, dass das gesamte Krankenhaus im Notfall weiter mit Strom versorgt wird.

Durch dieses Projekt wird die Zuverlässigkeit der Stromversorgung des Krankenhauses immens verbessert. Davon profitiert auch die neue Frühchenstation. Weiters führt es zu einer Verbesserung der CO2-Bilanz wegen deutlich geringerem Treibstoffverbrauch durch den Generator und damit eine Reduzierung der Energiekosten.

Neues Pflaster für Lira Babies Home

Regenzeit im Lira Babies Home - das bedeutete bis jetzt immer viel Schlamm und Wasser am Gelände, was auch die Gesundheit der Waisenkinder gefährdete. Eine Pflasterung der Außenbereiche war deshalb ein großer Wunsch der Heimleitung. Der EWK Zell/Pram entschloss sich, dieses Anliegen zusätzlich zur laufenden jährlichen Unterstützung zu finanzieren.

Die Arbeiten rund um das Hauptgebäude und einem Großteil der Zufahrt sind nun abgeschlossen. Die Heimleitung um Sr. Demmy ist sehr happy mit dem Ergebnis und blickt den Regentagen nun entspannter entgegen!

Besuch aus Uganda

Anfang September durften wir im Garten von Norbert und Tina zwei besondere Gäste in unserer Mitte begrüßen - Emmanuel Obwor und seine Frau Francis aus Uganda.

"Freundschaft kann zwei Welten verbinden, die durch Tausende von Kilometern und Meere getrennt sind." Mit diesen Worten beschrieb Emmanuel die bereits rund 2 Jahrzehnte alte Freundschaft zu Norbert, mit dem er - ebenfalls als Ingenieur - zahlreiche Projekte in der Entwicklungszusammenarbeit in Ostafrika verwirklicht hat. Emmanuel stellte an diesem herrlichen Spätsommerabend vor etwa 20 EWK-Mitgliedern die Dongo Paco Foundation vor - eine von ihm gegründete ugandische NGO, die sich für die Stärkung der Gemeinden und die Förderung einer nachhaltigen Entwicklung in seiner ländlichen Heimatregion Adilang einsetzt. Ein beeindruckendes Engagement in den Bereichen Bildung, Landwirtschaft, Tourismus, Wasser und Gesundheits- sowie Nahrungsmittelversorgung. https://dongopacofoundation.com

Renovierungsarbeiten im Lira Babies Home

Sr. Demmy, die Leiterin des Lira Babies Home schrieb uns ihren letzten Mails vom dringenden Sanierungsbedarf einiger Gebäude auf dem Gelände des Waisenhauses. Besonders wichtig ist eine Erneuerung der Dächer von Küche und Kinderschlafräume, da bereits einige Stellen undicht sind. Die Arbeiten wurden bereits mit dem Geld anderer Unterstützer begonnen. Neben der finanziellen Sicherstellung des laufenden Betriebs werden auch wir für diese notwendigen Arbeiten einen Unterstützungsbeitrag leisten und versuchen, Kooperationspartner dafür zu finden.